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Bericht zum Opernbesuch mit dem Lateinkurs am 27. Mai 2007 mit Frau Baumgart
Am 27. Mai 2007 trafen wir uns mit unserem Lateinkurs, um uns im Krefelder Stadttheater die Oper „Dido und Aeneas“ anzusehen, die in dieser Inszenierung inhaltlich mit dem modernen Theaterstück „Erwartungen“ verknüpft war. Im ersten Akt der Aufführung wurde die Ankunft Aeneas’ in Karthago, seine Liaison mit der phönizischen Königin Dido und ihre gescheiterte Beziehung, die von den Göttern zerbrochen wurde, um dem Schicksal genüge zu tun, thematisiert. Der Gesang war komplett auf Englisch gehalten, allerdings war ein Teleprompter über der Bühne installiert, von dem man problemlos die deutschen Texte ablesen konnte. Das Stück wich in einigen Punkten jedoch von dem im Unterricht besprochenen Schaffen Vergils deutlich ab; so war die Handlung stark komprimiert und statt Dido fand am Ende Aeneas den Tod.
Dies war auch das entscheidende Bindeglied zwischen den beiden verschiedenen Stücken, denn nach einer etwa 20-minütigen Pause ging es ansatzlos ohne merklich verändertes Bühnenbild (ein antik anmutender Raum mit zahlreichen Säulen) mit „Erwartungen“ weiter. Dieses Werk, basierend auf einer Dichtung von Marie Pappenheim, thematisierte das Leiden einer psychisch verwirrten Frau, die ihren Ehemann – Aeneas’ Leichnam - ermordet auffindet, und sich daraufhin in Paranoia und Wahnsinn verliert, bis sie feststellen muss, dass sie selbst ihren Gatten umgebracht hat. Dieses Monodram wurde auf Deutsch vorgetragen und von experimenteller, schriller 12-Ton-Musik untermalt. Alles in allem hat uns die Aufführung recht gut gefallen, auch wenn die Handlung ohne Vorkenntnisse wohl recht schwierig zu verstehen gewesen sein mag; die Schauspieler konnten allesamt überzeugen. Der Opernbesuch war ein gelungener Abschluss unseres Lateinunterrichtes am MSM-Gymnasium.
Leon Wiseman, Michael Tront und Dominik Lawatsch Zu Besuch in der Oper (Latein 11 bei Frau Baumgart) Zum Abschluss unserer fünfjährigen Lateinlaufbahn am MSM haben wir, einige Lateinschüler und Frau Baumgart, die Oper „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell am Sonntag, dem 27.5., im Krefelder Stadttheater besucht. Die englische Besetzung führte das vierte Buch aus der Aeneis vom römischen Dichter Vergil auf. In diesem Buch geht es um die Liebesgeschichte der karthagischen Königin Dido und dem Trojaner Aeneas, die sich zunächst durch Machtspiele der Götter finden und verlieben, doch dann durch eben diese wieder getrennt werden. Dido verkraftet diese Trennung nicht und begeht Selbstmord. In der Aufführung jedoch wird diese letzte Szene von Purcell frei interpretiert – Aeneas wird ermordet und Dido führt ein Leben in Trauer fort. Das Stück wurde in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln vorgetragen. Teilweise waren wir von den vielen Doppelbesetzungen und der komplexen Symbolik irritiert, sodass wir unsere Vorkenntnisse als hilfreich empfunden haben. Es folgte ein deutsches Monodram, das in schauspielerischer Verknüpfung zum Ersten stand. Dieses trug den Titel „Erwartungen“ und wurde von Arnold Schönberg im Jahre 1924 in Prag uraufgeführt. Somit ist es ein neuzeitliches Stück. Wir sahen und hörten eine Frau, die sich erst im Nachhinein des Mordes an ihrem Geliebten bewusst wurde. Dadurch war es auch inhaltlich an die zuvor gesehene freie Interpretation angelehnt. Auch wenn die beiden Stücke sehr eindrucksvoll waren, wurden unsere Erwartungen nur teilweise erfüllt, vermutlich weil wir zuvor keine Erfahrungen mit Opern gemacht haben.Zum Ausklang des Abends gingen wir als Gruppe in den irischen Pub „Limericks“.
Jordana B., Kristina N., Dorothea S., Daniel W., Stefanie W. und Andreas W., Stufe 11 |