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Textilmuseum Linn, Ausstellung „Schwermut und Schönheit“

Am 2. Juli 2010 besuchten wir, der PP-Kurs der Stufe 9, das Textilmuseum in Krefeld, Linn. Da wir zuvor im Unterricht das Thema „Trauer, Abschied und Tod“ bearbeitet hatten, war die aktuelle Ausstellung eine gute Verknüpfung unseres Alten und unseres neuen Themas „Mode und Geschmack“. Dort ging es schon nach kurzer Wartezeit los! Eine Mitarbeiterin des Museums führte uns in die Ausstellungshalle und begrüßte uns freundlich. Sie gab uns eine kleine Einführung zum Thema Trauerkleider. Zum Beispiel erklärte sie uns, wie die Trauerbekleidung sich über die Jahrhunderte veränderte und wie die Traditionen immer wieder durch neue ersetzt wurden. Früher zum Beispiel war es üblich als Witwe 2 Jahre lang Trauer zu tragen. Dabei gab es drei Phasen:

  1. Komplett schwarze Kleidung, matter Stoff und keine Verzierungen
  2. Die Frau durfte ihre Kleidung kombinieren. Die Frauen des Adels kombinierten besonders mit rot, die Farbe der Macht. Da die Herstellung der roten Farbe besonders teuer und kompliziert war.
  3. Nun durfte die Frau wieder Glanz und Verzierungen tragen und trug nur noch Halbtrauer. Zum Beispiel nur eine schwarzer Rock oder ein schwarzes Accessoire.

Daraufhin durften wir uns in den zwei Etagen des Museums umsehen und die 40 nachgeschneiderten Kleider näher betrachten. Unter den Kleidern, gab es auch noch verschiedene Accessoires zu entdecken. Ein kunstvoller Hut, Schmuck, oder sogar extravagante Andenken an die Verstorbenen: Schmuck aus den Haaren des Toten. Von einem Künstler geflochten. Daraufhin bekamen wir eine genaue Einführung in die Geschichte des Korsetts und einige Schülerinnen durften die Schmerzen am eigenen Leib erfahren. Doch keine hatte einen Taillenumfang von 47 cm, was früher Maßstab und somit normal war.

Romane, Nadja & Miriam, Stufe 9