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Anlässlich des 250. Geburtstages von Friedrich Schiller besuchten wir mit unserem 11er Musikkurs von Herrn Klösges im Theater Krefeld die Vorstellung „Don Carlo“. Vor der Vorstellung erhielten wir eine Führung durch das Theater und machten überraschende Feststellungen, wie viel Arbeit doch hinter so einer Produktion steckt. Denn neben den Sängern auf der Bühne agieren im Verborgenen eine Vielzahl von Mitarbeitern, die sowohl im Vorfeld als auch im Nachhinein mit zum Gelingen einer Vorstellung beitragen. Das sind sowohl die Aufgaben der Requisite, der Schneiderei, der Maske, der Bühnentechnik, der Beleuchtung, dem Ton und nicht zuletzt die Aufgabe des Inspizienten (um nur ein paar zu nennen).Der Inspizient trägt während der Vorstellung die größte Verantwortung. Er signalisiert durch Leuchtzeichen den Schauspielern und Sängern ihren Einsatz, der Beleuchtung den wechselnden Lichtstand, dem Ton wann sie Effekte einzublenden haben usw.
Nicht nur auf und hinter der Bühne wird an der laufenden Vorstellung gearbeitet, … nein …, auch direkt über den Köpfen der Zuschauer. Hier befindet sich die „Steuerkonsole“ von Beleuchtung und Ton. Von hieraus werden dank neuster Technik die verschiedenen Lichtwechsel per Computer über ein Beleuchtungspult per Knopfdruck verändert, Soundeffekte eingespielt, aber auch das Einblenden von Untertitel über den Köpfen des Publikums gesteuert.
Die Zeit verging wie im Flug, und die Führung war schneller vorbei, als uns lieb war. Nun ging es in den Zuschauerraum, wo wir die Vorstellung voll und ganz auf uns wirken ließen: Mit all ihren Effekten, der Kulisse und ihren Akteuren, die vielen helfenden Hände, die diese Vorstellung überhaupt erst möglich machten. Um 19.30 begann die Vorstellung in italienischer Sprache, die zwar inhaltlich etwas schwer zu verstehen, doch insgesamt sehr schön war. Während der Vorstellung wurden deutsche Untertitel eingeblendet, die uns allen sehr geholfen haben. Konstantin Zacher, ein Kursmitglied, spielte übrigens bei der Aufführung in kleinen Rollen mit. Zwischendurch gab es eine noch eine Pause von 15 Minuten, während der man zum Beispiel im Theater- Restaurant etwas essen bzw. trinken und sich mit den anderen unterhalten konnte. Um 22.30 Uhr endete die Vorstellung – etwas erschöpft fuhren wir nach Hause. Insgesamt war es ein sehr schöner und erinnerungswürdiger Abend, der gerne wiederholt werden kann.
Abschließen möchte ich gerne sagen, dass das Theater die volle finanzielle Unterstützung seitens der Stadt verdient hat. Wir haben gesehen, mit welchem Interesse, Engagement und nötigen Humor die vielen Beschäftigten, verschiedenster Bereiche, am Theater ihren Beruf betreiben. Solch eine Kulturhochburg kann und darf nicht einfach der derzeitigen Finanzkrise zum Opfer fallen.
Christina, Konstantin |